Dithmarschen

Marsch, Moor und Knicklandschaft zwischen Nordsee und Nord-Ostsee-Kanal. Der größte Himmel Norddeutschlands – und Steingräber, die fünftausend Jahre alt sind.

28 Wege · 665 km Wegenetz in dieser Region

Dithmarschen ist flach. Nicht norddeutsch-flach, sondern richtig flach – und genau das macht es aus. Wo nichts die Sicht nimmt, wird der Himmel zum eigentlichen Landschaftselement. Zwei Drittel dessen, was man hier sieht, ist Wolke.

Marsch und Geest

Die Region teilt sich in zwei Hälften. Im Westen die Marsch – dem Meer abgerungenes Land, fruchtbar, unter Meeresspiegel liegend, durchzogen von Entwässerungsgräben und geschützt von Deichen. Im Osten die Geest, ein paar Meter höher, sandiger, mit Mooren in den Senken.

Charakteristisch für beide ist die Knicklandschaft: Wallhecken, die vor Jahrhunderten als Feldgrenzen und Windschutz angelegt wurden und heute zu den artenreichsten Lebensräumen Schleswig-Holsteins gehören. Sie zerlegen die Fläche in Kammern und geben der Landschaft ihre Struktur.

Fünftausend Jahre

Bei Albersdorf stehen Megalithgräber aus der Jungsteinzeit – Steinkammern, errichtet von Menschen, die hier vor fünftausend Jahren siedelten. Dass sie noch da sind, liegt an ihrer Größe: Sie waren zu schwer, um sie wegzuräumen.

Die Berge Dithmarschens

Es gibt sie, und sie sind eine Frage der Perspektive. Bei Pahlen heißt eine Wanderroute „Flache Berge“ – ein Name, der in jeder anderen Region ein Witz wäre und hier eine präzise Beschreibung ist. Ein Höhenunterschied von fünfzehn Metern ist hier ein Ereignis.

Wann es sich lohnt

Im Sommer wegen der Weite und der Wolkenformationen, die man über der Marsch am besten sieht. Im Winter wegen der Stille – bei Frost über flachem Land gibt es kein Geräusch außer dem Wind.