Segeberg & Holsteiner Auenland

Das zweitgrößte Waldgebiet des Landes, die größte Höhle Norddeutschlands und die tideabhängige Stör.

2 Wege · 23 km Wegenetz in dieser Region

Zwischen Hamburg und Kiel liegt eine Region, die die meisten nur als Autobahnabschnitt kennen. Dabei steht hier das zweitgrößte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig-Holsteins – und ein geologisches Kuriosum, das im ganzen Land einmalig ist.

Der Segeberger Forst

Über 4.000 Hektar; nur der Sachsenwald im Lauenburgischen ist größer. Die Bestände sind gemischt: Fichte, Kiefer und Lärche neben Buche und Eiche.

Was heute Wald ist, war einmal Heide. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Flächen großflächig abgeholzt, es entstand die Segeberger Heide. Erst die Aufforstung machte daraus wieder Wald. Ein Rest der alten Fläche ist als Naturschutzgebiet Barker Heide erhalten.

Für Wanderer zählt vor allem die Größe: Der Forst ist zu groß, um überlaufen zu sein.

Der Kalkberg

Bad Segeberg liegt im einzigen Karstgebiet Schleswig-Holsteins. Der 86,7 Meter hohe Kalkberg ist ein Gipsstock, und in seinem Inneren liegt die 1912 entdeckte Kalkberghöhle – mit 2.260 Metern Gesamtlänge die größte Höhle Norddeutschlands. Sie ist Winterquartier für Tausende Fledermäuse und Heimat des Segeberger Höhlenkäfers, den es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

Das Holsteiner Auenland

Westlich schließt eine Landschaft an, die keinen amtlichen Namen trägt: das Gebiet um Bad Bramstedt, Kellinghusen und Itzehoe, geprägt von der Stör und ihren Nebenflüssen. Sanft gewellt, mit Buchenwäldern auf den Höhen und Marsch in den Niederungen.

Bemerkenswert an der Stör ist ihre Tideabhängigkeit: Ebbe und Flut wirken bis weit ins Landesinnere. Wer an der richtigen Stelle zweimal am Tag steht, sieht denselben Fluss auf völlig unterschiedlichem Wasserstand.

Seen und Wildpark

Dazu kommt Wasser – der Ihlsee bei Bad Segeberg, der Mözener See weiter westlich, die Leezener Au dazwischen. Und mit dem Wildpark Eekholt bei Großenaspe ein Ort, an dem man heimische Arten wie Luchs und Rothirsch tatsächlich zu Gesicht bekommt, statt nur ihre Spuren zu finden.