
24 Wege · 103 km Wegenetz in dieser Region
Zwischen Kiel und Rendsburg liegt eine Gegend, durch die jeden Tag Zehntausende auf der A7 fahren, ohne sie je gesehen zu haben. Seen, Buchenwälder, mäandernde Auen – und eine Stille, die man einer so gut erschlossenen Region nicht zutraut.
Die Landschaft
Das ist Jungmoränenland. Die letzte Eiszeit hat hier Hügel aufgeschoben und Senken hinterlassen, in denen sich Seen bildeten. Der Westensee ist der größte davon und gibt dem Naturpark seinen Namen, aber es sind bei weitem nicht der einzige – die ganze Gegend ist durchsetzt von Wasserflächen unterschiedlicher Größe.
Dazwischen stehen alte Buchenwälder, wie sie für das Schleswig-Holsteinische Hügelland typisch sind. Die Böden sind hier deutlich besser als auf der Geest weiter westlich, entsprechend anders sieht der Wald aus.
Die Eider
Schleswig-Holsteins längster Fluss entspringt in dieser Gegend. Was bei Bordesholm als schmaler Wasserlauf beginnt, ist an der Mündung ins Wattenmeer ein breiter Strom. Der Eidertalwanderweg folgt dem Oberlauf durch das Bordesholmer Land – eine Landschaft aus Wiesen, Auwald und Klostergeschichte.
Der Kanal
Im Norden begrenzt der Nord-Ostsee-Kanal die Region. Er ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, und der Kontrast, wenn ein 200 Meter langes Containerschiff hinter einer Baumreihe auftaucht, während man an einer stillen Au entlanggeht, gehört zu den eigenartigsten Erlebnissen, die das Wandern hier zu bieten hat.
Wann es sich lohnt
Der Herbst. Die Buchenwälder dieser Gegend färben sich vollständig, und die Seen spiegeln das Ganze noch einmal. Der Sommer funktioniert wegen der schattigen Waldabschnitte an heißen Tagen ebenfalls gut.
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